Donnerstag, 16. September 2010, 20:00 Uhr
Belgisches Haus Köln, Cäcilienstr. 46, 50667 Köln
Tel 0221-205120, Eintritt 12/ erm. 9/für Mitglieder 6 Euro zurück
Lesung und Konzert
„Eine Rose als Stütze“
Nina Hoger liest Lyrik und Prosa
von Hilde Domin,
musikalisch ergänzt durch das Ensemble Noisten
Reinald Noisten (Klarinette), Claus Schmidt (Gitarre), Andreas Kneip
(Kontrabass), Shan-Dewaguruparan (Tabla, andere Schlaginstrumente)
Ein gemeinsames Projekt von Jazz am Rhein e.V. mit dem Literaturhaus Köln e.V. und der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Mit freundlicher Unterstützung des Landschaftsverbands Rheinland
Auf ganz besondere Weise kommen bei diesem Projekt die Erinnerung an die große Kölner Dichterin Hilde Domin mit der außergewöhnlichen Kunst der Schauspielerin Nina Hoger und der aus der Klezmer-Tradition entstandenen aktuellen jüdischen Musik zusammen.
Aus der Werra-Rundschau v.02.12.2008:“Für sie, Hilde Domin, schaffe die Lyrik Freiräume, einen Atemraum für das Denken und Fühlen der Menschen. In der von Nina Hoger sehr sachlich vorgetragenen Vorlesung aus den Texten von Hilde Domin fügt sich das Bild einer Frau zusammen, die sich darum bemühte, der Spannung zwischen Exil und Heimkehr nach Deutschland zu überwinden, ein Zeitraum bei ihr von 22 Jahren. Sie fühlte sich immer als Jüdin, was für sie nicht die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft bedeutete, sondern Teil einer Schicksalsgemeinschaft zu sein.“
Nach dem Krieg wurde sie eine der wichtigsten deutschen Lyrikerinnen, erhielt viele Preise, 1999 noch den NRW-Staatspreis. 2006 starb sie in Heidelberg.
Nina Hoger führt durch ihr Leben und Werk beginnend mit dem ersten 1959 erschienenen Gedichtband „Nur eine Rose als Stütze“
Nina Hoger stammt aus
einer Schauspielerfamilie. 1979 gab sie ihr Aufsehen erregendes Debut in dem
Fernsehfilm "Fallstudien". Die Künstlerin überzeugt ihr Publikum immer wieder
auch mit
ihren Leseabenden, wobei sie von dem Ensemble Noisten aus Wuppertal begleitet
wird.